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Eine Split-Klimaanlage braucht nur rund 0,5 bis 0,7 kW elektrische Leistung. Schon eine Photovoltaikanlage mit 2 bis 6 kWp deckt das tagsüber meist ab. Wir zeigen Ihnen Kosten, Förderung und die passende Anlagengröße.
Eine Split-Klimaanlage benötigt bei rund 2,5 Kilowatt Kühlleistung nur etwa 0,5 bis 0,7 Kilowatt elektrische Leistung, im Teillastbetrieb deutlich weniger. Das deckt bereits eine kleine Photovoltaikanlage mit 2 bis 6 Kilowattpeak tagsüber meist vollständig ab.
Da Sonnenschein und Kühlbedarf zeitlich fast immer zusammenfallen, lässt sich eine Klimaanlage besonders gut mit Solarstrom betreiben. Wer zusätzlich auf einen hohen Wirkungsgrad achtet, senkt den Stromverbrauch weiter und benötigt entsprechend weniger Photovoltaikleistung für denselben Kühleffekt.

Die wichtigsten Eckpunkte im Überblick:
Der Kühlbedarf eines Hauses steigt mit der Sonneneinstrahlung, und genau dann liefert eine Photovoltaikanlage ihren höchsten Ertrag. Diese zeitliche Übereinstimmung macht Klimaanlagen zu einem der wenigen Verbraucher, die fast automatisch zur Spitzenzeit der Solarstromerzeugung laufen, ohne dass eine gezielte Steuerung nötig ist.

Für die Auswahl des Geräts ist der SEER-Wert entscheidend, kurz für Seasonal Energy Efficiency Ratio. Er beschreibt das Verhältnis von Kühlleistung zu eingesetzter elektrischer Energie über eine ganze Kühlsaison. Ein höherer SEER-Wert bedeutet weniger Stromverbrauch für dieselbe Kühlleistung.
Bei einem typischen Stromverbrauch von 100 bis 300 Kilowattstunden je Kühlsaison macht der Stromtarif den entscheidenden Unterschied. Die folgende Übersicht zeigt die jährlichen Kosten im Vergleich:

Für ein einzelnes Zimmer reicht meist eine kleine Split-Klimaanlage. Ihren Strombedarf von 0,5 bis 0,7 Kilowatt deckt an sonnigen Tagen schon eine Photovoltaikanlage ab etwa 2 bis 3 Kilowattpeak, eine bestehende Anlage muss dafür in aller Regel nicht erweitert werden.
Sollen mehrere Räume gekühlt werden, kommt ein Multi-Split-System mit nur einem Außengerät in Frage, für das eine Anlage ab etwa 4 bis 6 Kilowattpeak sinnvoll ist. Es spart Platz an der Fassade, arbeitet aber meist etwas weniger effizient als mehrere Einzelgeräte, und fällt das Außengerät aus, sind alle Räume betroffen.

Mobile Monoblock-Geräte kosten in der Anschaffung deutlich weniger, verbrauchen für dieselbe Kühlleistung aber spürbar mehr Strom und eignen sich eher für den gelegentlichen Einsatz als für die Kombination mit Photovoltaik.
Ein Batteriespeicher ist für den reinen Kühlbetrieb tagsüber meist nicht nötig, weil die Anlage genau dann am meisten Strom liefert. Wer auch abends noch kühlen möchte, kann tagsüber vorkühlen und die thermische Masse des Hauses nutzen. Ein Speicher lohnt sich dann eher als Teil des gesamten Energiesystems statt speziell für die Klimaanlage.

Vier Schritte führen zur passenden Kombination aus Klimaanlage und Photovoltaik.

Unsere Erfahrung aus über 30 Jahren Anlagenbau: Wer die Klimaanlage gleich bei der Planung der Photovoltaikanlage mitdenkt, spart sich spätere Umbauten an Leitungen und Elektroverteilung und kann den Betrieb von Anfang an auf den Solarertrag abstimmen.
Drei Missverständnisse begegnen uns bei diesem Thema besonders häufig.
Der erste Irrtum: „Meine Klimaanlage wird staatlich gefördert.“ Das stimmt in der Regel nicht: Geräte, die nur kühlen, werden nicht gefördert. Heizt die Split-Anlage als Luft-Luft-Wärmepumpe den Großteil des Hauses, kann sie über die Heizungsförderung der KfW bezuschusst werden, sofern sie auf der Liste förderfähiger Wärmepumpen steht und die Effizienzvorgaben erfüllt. Gefördert wird dann die Heizfunktion, die Kühlfunktion spielt für den Zuschuss keine Rolle.
Der zweite Irrtum: „Für das Außengerät brauche ich eine Baugenehmigung.“ In Bayern ist das Außengerät als Anlage der technischen Gebäudeausrüstung verfahrensfrei, unabhängig von der Leistung. Die Richtwerte der TA Lärm gelten trotzdem: Im allgemeinen Wohngebiet sind tagsüber 55 und nachts 40 Dezibel (A) zulässig, gemessen 0,5 Meter vor dem geöffneten Fenster des am stärksten betroffenen Wohn- oder Schlafraums Ihres Nachbarn. Bei Denkmalschutz oder besonderen örtlichen Vorgaben lohnt sich eine Nachfrage beim Bauamt vorab.
Der dritte Irrtum: „Ohne Batteriespeicher lohnt sich die Kombination nicht.“ Auch das trifft meist nicht zu: An heißen, sonnigen Tagen deckt die laufende Solarerzeugung den Kühlbetrieb in den meisten Fällen direkt, ganz ohne Speicher.

Auch im Landkreis Augsburg und in Bayerisch-Schwaben gelten für Klimaanlagen dieselben bundesweiten Regelungen zu Förderung und Lärmschutz. Bei Detailfragen zur Aufstellung des Außengeräts hilft das zuständige Bauamt weiter.

Die Energietechnik Stuhlenmiller GmbH & Co. KG mit Sitz in Altenmünster im Landkreis Augsburg baut seit über 30 Jahren Photovoltaikanlagen und bietet Split-Klimaanlagen als festen Bestandteil ihres Leistungsspektrums an, gemeinsam mit Speicher, Wärmepumpe und Ladelösungen. Aus mehr als 6.150 realisierten Projekten in der Region Augsburg und Schwaben wissen wir: Kühlung lässt sich am besten gleich als Teil des Gesamtsystems aus Strom, Wärme und Mobilität mitplanen, nicht als nachträgliche Einzellösung.
Für Neuplanungen gilt: Der zusätzliche Strombedarf einer Klimaanlage verändert die Größe der Photovoltaikanlage kaum. Ein Energiemanagement kann die Klimaanlage aber gezielt in den sonnenreichen Stunden laufen lassen.
Für ein einzelnes Split-Gerät reichen meist 2 bis 3 Kilowattpeak, für ein Multi-Split-System mit mehreren Räumen sind 4 bis 6 Kilowattpeak sinnvoll. Die genaue Größe hängt von der Kühlleistung des gewählten Geräts ab. Eine bestehende Anlage dieser Größe muss für die Klimaanlage meist nicht erweitert werden.
Geräte, die nur kühlen, werden nicht gefördert. Heizt die Split-Anlage als Luft-Luft-Wärmepumpe den Großteil des Hauses, kann sie über die Heizungsförderung der KfW bezuschusst werden, wenn sie auf der Liste förderfähiger Wärmepumpen steht und die Effizienzvorgaben erfüllt.
In Bayern nicht: Das Außengerät ist als Anlage der technischen Gebäudeausrüstung verfahrensfrei, unabhängig von der Leistung. Die Richtwerte der TA Lärm gelten aber trotzdem, im allgemeinen Wohngebiet tagsüber 55 und nachts 40 Dezibel (A) vor dem Fenster des Nachbarn.
In den meisten Fällen nicht. Gekühlt wird vor allem an sonnigen Tagen, wenn die Anlage ohnehin viel Strom liefert. Ein Speicher lohnt sich eher als Teil des gesamten Energiesystems, etwa für den Abend oder für ein E-Auto.
Ein installiertes Split-Gerät kostet meist zwischen 1.800 und 3.500 Euro, abhängig von Leistung und Anzahl der Innengeräte. Mobile Monoblock-Geräte sind mit 300 bis 700 Euro günstiger, aber deutlich weniger effizient.
Bei einem typischen Stromverbrauch von 100 bis 300 Kilowattstunden je Kühlsaison sinken die Stromkosten von rund 35 bis 105 Euro über Netzstrom auf 10 bis 35 Euro mit Solarstrom, eine Ersparnis von rund 25 bis 70 Euro pro Kühlsaison.

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